Veröffentlicht auf 28. September 2012

Low Carb und Protein Shakes

Zu einer Ernährung nach dem Low Carb Prinzip gehört, wie der Name schon sagt, der weitgehende Verzicht auf stark kohlenhydrathaltige Lebensmittel. Statt dessen gehören Nahrungsmittel mit hohen Eiweißgehalt auf dem Speiseplan. Was spricht also dagegen, die ein oder andere Mahlzeit durch einen Proteinshake zu ersetzen? Im Prinzip nichts, sagen auch Ernährungswissenschafler. Aber wie immer gilt: Nicht übertreiben!

Den folgenden Artikel habe ich auf lifeline.de gefunden. Hier ein Auszug:

"Low-Carb kann sehr gut funktionierten", sagt Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung - allerdings nur bei denen, die sich insgesamt bewusst ernährten: "Einfach den Shake schlürfen und warten, dass was passiert, das bringt nichts", erklärt die Ernährungswissenschaftlerin.

Experten halten die Drinks daher für leicht überschätzt. "Sie sind nicht in demselben Maße sinnvoll, wie sie derzeit verkauft werden", sagt der Ernährungswissenschaftler Karsten Köhler von der Deutschen Sporthochschule Köln. Ebenso seine Fachkollegin sieht das so: Die Shakes seien zwar nicht schädlich, aber auch nicht unbedingt notwendig. "Freizeitsportler brauchen diesen zusätzlichen Eiweißkick nicht", denn normale Mahlzeiten deckten den täglichen Bedarf an Eiweiß bereits ab, erklärt sie. Der tägliche Eiweißbedarf liegt bei Frauen bei rund einem Gramm pro Kilo Körpergewicht, bei Männern ist es etwas mehr. Die durchschnittliche Eiweißaufnahme pro Tag ist laut Köhler mit 1,3 bis 1,4 Gramm bereits höher als die Menge, die der Körper braucht.

Auch wenn in Fitnessstudios bereits Flatrates zum Dauerschlürfen der Eiweißdrinks ermuntern: Gahl hält nichts davon, ganze Mahlzeiten all zu oft mit Proteinshakes zu ersetzen. Wer Eiweiß dauerhaft und in exzessivem Ausmaße zu sich nehme, riskiere sogar gesundheitliche Probleme: "Das Eiweiß geht an die Niere und erhöht die Harnsäurewerte." Im schlimmsten Fall könne dies Krankheiten wie Rheuma oder Gicht begünstigen. Weil die Niere stark arbeite, verliere der Körper zudem viel Wasser und damit wichtige Nährstoffe.

lifeline.de

Wenn's also mal schnell gehen muss, ist gegen den Proteinshake zwischendurch nichts zu sagen. Auch nach intensivem Krafttraining kann er durchaus zu empfehlen sein. Allerdings ist er kein Ersatz für hochwertige Lebensmittel ohne Kohlenhydrate, wie man sie in einem gut sortierten Low Carb Shop finden kann. Sich zukünftig ausschließlich mit Shakes zu ernähren, mag zwar Low Carb sein aber bestimmt nicht gesund.

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Geschrieben von LOGI

Veröffentlicht in #low carb, #protein shake

Veröffentlicht auf 21. August 2012

Low Carb Ernährung ist eine Ernährungsmethode zur Förderung eines niedrigen Blutzucker – und Insulinwertes. Das Ziel dieser Ernährungsmethode ist also eine niedrige Glykämische Last zu erzielen. Sie eignet sich für Gesunde, bei Übergewicht, bei Metabolischem Syndrom und Typ 2 Diabetes mellitus. Wichtige Aspekte dabei sind

  1. Reduktion der Kohlenhydrate (KH) auf etwa <= 40 % der Gesamtenergiezufuhr

  2. KH mit niedrigem glykämischen Index (GL) ⇒ Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte

  3. Erhöhung der Ballaststoffzufuhr (automatisch durch höheren Gemüseverzehr)

  4. Erhöhung der Eiweißzufuhr (auf etwa 25 % der Gesamtenergiezufuhr)

  5. Fettmodifikation (etwa 35 % der Gesamtenergiezufuhr, mehr mehrfach ungesättigte Fettsäuren und Omega-3-FS)

Low Carb Ernährungspyramide

Low Carb Ernährungspyramide

Eiweiß in der Ernährung bei Gewichtsreduktion Vermehrte Eiweißzufuhr erhöht….

  • die Sättigung

  • die Sattheit

  • die Thermogenese (Körper braucht mehr Kalorien um Eiweiß zu verstoffwechseln)

  • die Gewichtsabnahme

  • den Erhalt fettfreier Körpermasse bei negativer Energiebilanz

Die 10 wichtigsten Regeln für einen guten Start in die Low Carb Ernährung

  1. Essen Sie maximal 1-2mal pro Tag eine kleine Portion Brot, Nudeln oder Kartoffeln. Verzichten bei Getreide auf Weißmehlprodukte.

  2. Versuchen Sie abends auf KH-reiche Lebensmittel zu verzichten.

  3. Essen Sie zu jeder Mahlzeit viel Gemüse, Pilze, Salat oder zuckerarmes Obst. Diese Komponente sollte immer die Hälfte auf Ihrem Teller ausmachen.

  4. Kombinieren Sie zu jeder Mahlzeit immer ein eiweißhaltiges Lebensmittel wie Fisch, mageres Fleisch, Eier, Meeresfrüchte, Hülsenfrüchte, Sojaprodukte, Käse, oder Milch- und Milchprodukte.

  5. Verwenden Sie hochwertige Öle wie Raps-, Oliven-oder Nussöle. Bauen Sie in Ihrem Speiseplan fetthaltige Lebensmittel wie Avocado und Nüsse ein.

  6. Verzichten Sie auf Fertig- und Lightprodukte. Sie enthalten häufig viele versteckte Zucker.

  7. Vermeiden Sie Kombinationen aus Kohlenhydraten und Fett (Croissant, Pizza, Schokokuchen, Schokolade, etc.)

  8. Essen Sie dreimal am Tag – sättigen Sie sich dabei intelligent mit viel Ballaststoffen (aus Gemüse, Salat, Pilze, Hülsenfrüchte) und Eiweiß.

  9. Trinken Sie ausreichend kalorienfreie Getränke.

  10. Erhöhen Sie Ihren Bewegungslevel.

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